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         Pegasus Mail Nachrichtenvorlagen (Message Templates)
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                          Pegasus Mail System, 
       Copyright (c) 1990-99, David Harris, Alle Rechte vorbehalten.
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Inhalt:

1:              berblick ber Nachrichtenvorlagen
2:              Vorlagentypen
3:              Vorlagen innerhalb Pegasus Mail verwenden
4:              Die Skriptsprache fr Nachrichtenvorlagen
  4.1:          "Zeichenketten-Ausdrcke"
      4.1.1:    Dateinamen
  4.2:          Optionale Parameter
  4.3:          Kommando-Substitutionen
  4.4:          Kommandos der Skript-Sprache



1: berblick ber Nachrichtenvorlagen
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Stellen Sie sich vor, Sie sind der Betreuer Ihrer Internet-Seite; Sie erhalten eine
riesige Zahl von Nachrichten fr die oft gleichlautende Antworten gelten.
Sie beantworten die Nachrichten, entfernen Teile, die Sie nicht bentigen, geben
Ihre Kommentare ein und senden die Nachricht. Wre es nicht wunderbar, wenn man
diese Aufgabe irgendwie automatisieren knnte? Nun, das ist mglich -- und zwar
mit Nachrichtenvorlagen.

Eine Nachrichtenvorlage ist ein einfaches Skript, das Pegasus Mail mitteilt, wie
es eine Nachricht erzeugen soll. Die Kommandos der Skriptsprache erlauben das
Ausfllen jedes Adressen- oder Feature-Feldes, das Einfgen der Originalnachricht
(oder Teile der Originalnachricht) in die Antwort, das Verndern von Adressen,
das Anfgen von Dateien, und generell die Festlegung, wie die automatisch erzeugte 
Nachricht aussehen soll. Sie knnen sogar Variablen in Vorlagen definieren: Wenn
Sie eine Vorlage verwenden, fragt Pegasus Mail die Variablenwerte ab; Die Skript-
Sprache kann die eingegebenen Variablen manipulieren und in die erzeugte Nachricht
einfgen.

Mit Hilfe von Nachrichtenvorlagen knnen Sie komplexe Nachrichten mit wenigen
Tastatur-Eingaben erzeugen.

Fr welche Zwecke knnen Vorlagen sinnvoll sein? Hier ein paar Ideen:

   * Helpdesk Anfragen (wie in der Beispiel-Vorlage HELPDESK.PM5)

   * Vorlagen zur Mailserver-Verwaltung (um den Proze der Abmeldung und der
     Abmeldung von Mailinglisten zu vereinfachen)

   * Formulare: Jede Art von komplexen Formularen, bei denen Daten eingegeben werden
     mssen.

   * Bestellvorgnge

   * Automatische Antworten


2: Vorlagentypen
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Pegasus Mail untersttzt zwei Arten von Vorlagen - Vorlagen, die neue Nachrichten
erzeugen und solche, die zur Beantwortung von Nachrichten verwendet werden.
Eine Vorlage ist eine einfache Textdatei, die aus Kommandos der Skriptsprache 
besteht, jedes Kommando steht dabei auf einer eigenen Zeile.

Vorlagen zur Erzeugung neuer Nachrichten haben die Dateierweiterung .PM5; der Name
kann frei gewhlt werden.

Vorlagen zur Beantwortung von Nachrichten haben die Dateierweiterung .PM6; auch hier
knnen Sie den Dateinamen frei whlen.

Fr beide Vorlagentypen mu in der ersten Zeile der Datei das Skript-Kommando TITLE
stehen, damit Pegasus Mail den Namen im Auswahldialog anzeigen kann.
Pegasus Mail sucht nicht nach anderen Stellen in der Datei nach diesem Kommando, 
wenn es nicht in der ersten Zeile steht.

Vorlagendateien knnen sich entweder in Ihrem Briefkastenverzeichnis befinden oder 
im Pegasus Mail Hauptverzeichnis (das Verzeichnis, in dem sich die Datei 
winpmail.exe bzw. winpm-32.exe befindet), im zweiten Fall stehen die Vorlagen allen
Benutzern dieser Pegasus Mail Kopie zur Verfgung. Sie knnen beliebig viele Vorlagen
definieren.

Zur Zeit mssen Sie Vorlagendateien mit Hilfe eines Texteditors Ihrer Wahl 
erstellen, zum Beispiel den Windows-Editor NOTEPAD.
Wenn Sie Notepad verwenden, stellen Sie sicher, da die Funktion "Zeilenumbruch"
ausgeschaltet ist - jede Zeile einer Vorlagendatei mu genau ein Kommando enthalten.
Eine Zusammenfassung von Zeilen ist nicht mglich. Zuknftige Versionen von
Pegasus Mail werden evtl. eine Benutzerschnittstelle zur Erzeugung von Vorlagen
zur Verfgung stellen.


3: Vorlagen innerhalb Pegasus Mail verwenden
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Sie knnen eine neue Nachricht mit Hilfe einer Vorlage erzeugen, indem im Hauptmen
"Datei" das Untermen "Vorlage" auswhlen. Daraufhin ffnet sich ein Dialog, der 
alle verfgbaren Vorlagen zur weiteren Verwendung auflistet.
Whlen Sie die gewnschte Vorlage durch Doppelklick auf den Eintrag oder durch 
Klicken Sie auf die Schaltflche "ffnen" aus.
Es erscheint ein Fenster, in dem alle fr die Vorlage bentigten Variablen abgefragt 
werden. Nun knnen Sie entscheiden, ob ein neues Nachrichtenfenster zur weiteren
Bearbeitung der automatisch erzeugten Nachricht geffnet werden soll oder die neue
Nachricht ohne weitere Bearbeitung verschickt werden soll.

Um Nachrichten mit Hilfe einer Vorlage zu beantworten, haben Sie zwei Mglichkeiten:

1: Klicken Sie die zu beantwortende Nachricht mit der rechten Maustaste an und
   whlen Sie "Antwort mit Vorlage" aus dem sich ffnenden Kontextmen

2: Markieren Sie die Nachricht und halten Sie die <SHIFT>-Taste (Umschalt-Taste)
   gedrckt, whrend Sie auf die Schaltflche "Beantworten" klicken (oder drcken
   Sie die Taste <B>).


4: Die Skriptsprache fr Nachrichtenvorlagen
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Die von Pegasus Mail verwendete Skriptsprache ist sehr einfach. Jedes Kommando mu
in der Vorlagendatei in einer eigenen Zeile stehen. Kommandos drfen nicht auf 
mehreren Zeilen stehen (Zeilenumbruch nicht erlaubt).
Zeilen, die mit den Zeichen \, * ; oder # beginnen, werden ignoriert, sie gelten 
als Kommentarzeilen.


4.1: Zeichenketten-Ausdrcke

Die meisten Skriptkommandos akzeptieren Zeichenketten als Parameter.
Zeichenketten-Ausdrcke dieser Art mssen in Anfhrungszeichen eingegeben werden,
wenn sie Leerzeichen oder spezielle Zeichen enthalten.

Wenn Sie zum Beispiel mit dem Kommando INSERT die Zeichenkette 

   Sven hat einen kleinen Hund

in eine neue Nachricht einfgen wollen, mssen Sie das Kommando so angeben:

   insert "Sven hat einen kleinen Hund"

Wenn Sie die Zeichenkette nicht in Anfhrungszeichen setzen, wrde nur das Wort
"Sven" eingefgt werden.

Wenn Ihre Zeichenkette Anfhrungszeichen oder das Zeichen \ enthlt, mssen diese
Zeichen in einem speziellen Format eingegeben werden. Wie Sie also die Zeichenkette

   Sven hat einen "kleinen" Hund

einfgen wollen, mssen Sie das Kommando INSERT wie folgt anwenden:

   insert "Sven hat einen \"kleinen\" Hund"

Diese Regeln zur Verwendung von Zeichenketten gelten fr alle Elemente der Skript-
Sprache.


4.1.1: Dateinamen

Dateinamen werden von der Skriptsprache wie Zeichenketten behandelt, so da fr
Dateinamen die gleichen Regeln wie fr Zeichenketten gelten. Beachten Sie besonders,
da lange Dateinamen, die Leerzeichen enthalten, unbedingt in Anfhrungszeichen zu 
setzen sind. Das Zeichen \ in Dateinamen mu immer doppelt angegeben werden. Wenn
Sie also das INCLUDE Kommando zum Einfgen der Datei 

   c:\dokument\Sven's "kleiner" Hund

verwenden wollen, mssen Sie wie folgt vorgehen:

   include "c:\\dokument\\Sven's \"kleiner\" Hund"


4.2: Optionale Parameter

Einige der Skriptkommandos haben optionale Parameter. Beachten Sie bei diesen
Kommandos bitte Folgendes: Ein Parameter kann nur weggelassen werden, wenn alle 
folgenden Parameter dieses Kommandos auch nicht bentigt werden (und damit auch
weggelassen werden knnen). Sie drfen keinen Parameter inmitten der Parameterliste
auslassen, wenn darauf folgende Parameter bentigt werden.

Beim INCLUDE Kommando zum Beispiel mssen Sie den Parameter count mit "0" angeben, 
wenn Sie die Datei in Anfhrungszeichen einfgen wollen.


4.3: Kommando-Substitutionen

Praktisch jeder Zeichenkettenparameter eines Skript-Kommados darf Substitutionen
(Ersetzungen) enthalten: das sind spezielle Zeichenfolgen, die bei ihrem Einsatz
mit Variablen oder anderen Informationen ersetzt werden. Pegasus Mail kennt
die folgenden Kommando-Substitutionen:

   ~vvariable_name~   Der aktuelle Wert einer Template-Skript Variablen
   ~z                 Eine einzelne neue Zeile (CR/LF)
   ~f                 Das Feld "Von" der Original-Nachricht
   ~s                 Das Feld "Betreff" der Original-Nachricht
   ~r                 Die bevorzugte Adresse fr Antworten dieser Nachricht
   ~kfieldname~       Jedes Feld der Original-Nachricht
   ~n                 Der aktuelle Name des Benutzers
   ~i                 Die Internet Email-Adresse des aktuellen Benutzers
   ~8                 Der ersten 8 Zeichen des Namens des aktuellen Benutzers
   ~p                 Der persnliche Name des aktuellen Benutzers
   ~d                 Eine Zufallszahl, bestehend aus 4 Stellen (hexadezimal)
   ~y                 Aktuelles Datum und Zeit im RFC822 Format
   ~%name%            Der Wert der Umgebungsvariable %name%
   ~lname~l           Die Adresse des Benutzers, ausgelesen aus einer Synonym-Datei
   ~a                 Das Pegasus Mail Programmverzeichnis
   ~h                 Der Pfad zum Briefkastenverzeichnis des aktuellen Benutzers
   ~w                 Der Pfad zum Eingangsordner des aktuellen Benutzers
   ~~                 Eine einzelne Tilde (~).

Beispiele:

   Abgenommen, Ihr aktueller Benutzername ist "Sven" und der Variable "sub" wurde
   der Wert "Ihre Bestellung" zugewiesen, dann wrde die Zeichenkette
 
      "Das ist eine Nachricht von ~8, ~vsub~ betreffend"

   ersetzt werden durch:

      "Das ist eine Nachricht von Sven, Ihre Bestellung betreffend"

Die Kommando-Substitution ist das mchtigste Werkzeug der Skriptsprache fr Vorlagen.
Um gute Skripts schreiben zu knnen, ist ein gutes Verstndnis der Mglichkeiten
dieser Kommando-Substitutionen sehr wichtig.


4.4: Kommandos der Skript-Sprache

Die folgenden Kommandos sind in Vorlagen-Skripten erlaubt:

   title      Bestimmt den Titel eines Vorlagen-Skriptes
   helpfile   Definiert die Hilfedatei eines Vorlagen-Skriptes
   picture    Fgt ein Bild in den Variablen-Eingabedialog ein
   text       Fgt eine Zeile Informationstext in den Variablen-Eingabedialog ein
   option     Definiert Optionen, welche die Ausfhrung von Vorlagen-Skripten steuert

   string     Erzeugt eine Zeichenkettenvariable fr die Vorlage
   set        Setzt ein Nachrichtenfeld oder Variablenwert
   insert     Schreibt eine formatierte Zeile in den Nachrichtentext
   include    Fgt eine Datei oder den originalen Nachrichtentext ein
   attach     Fgt der Nachricht einen Dateianhang hinzu

   extract    Extrahiert Teile aus einer Email-Adresse
   lookup     Sucht einen Eintrag aus einer Liste mit Hilfe eines Schlsselwertes
 
   chain      Fhrt ein anderes Skript aus, wenn das aktuelle Skript beendet ist

 
# title <Zeichenkette>

Bestimmt den Titel einer Skript-Datei. Zeichenkette kann eine beliebige Zeichenkette
bis zu 50 Zeichen sein und darf alle Kommando-Substitutionen enthalten, mit Ausnahme 
auer von Kommando-Substitutionen fr Variablen, welche zum Zeitpunkt der Ausfhrung 
dieses Kommandos noch nicht definiert sind.


# helpfile <Dateiname> [Abschnitt]

Definiert die Hilfe-Datei, die aufgerufen wird, wenn der Benutzer auf die Schaltflche
"Hilfe" im Variablen-Eingabedialog klickt. Dateiname sollte eine vollstndige Pfad-
angabe zu einer Windows-Hilfedatei (*.hlp) auf Ihrem System enthalten und darf alle 
Kommando-Substitutionen enthalten, mit Ausnahme auer von Kommando-Substitutionen 
fr Variablen, welche zum Zeitpunkt der Ausfhrung dieses Kommandos noch nicht 
definiert sind.
Abschnitt ist eine optionale Integer-Zahl und bestimmt den Abschnitt innerhalb der
Hilfe-Datei, der beim Anklicken der Schaltflche "Hilfe" angezeigt werden soll.
Wenn dieser Parameter fehlt, wird das Inhaltsverzeichnis der Hilfe-Datei angezeigt.


# option <option_name> = <Wert>

Dieses Kommando steuert die Art und Weise, wie die Vorlage abgearbeitet wird.
Eine einzige Option option_name ist zur Zeit definiert:

   "EDITOR" = "Yes" oder "No".
   - Legt fest, ob die Option "Nachricht ohne vorherige Bearbeitung versenden"
     im Variablen-Eingabedialog aktiviert ist oder nicht.
  
   Beispiel: OPTION EDITOR = NO
   - Aktiviert die Option im Variablen-Eingabedialog


# string <name> ["Default"] ["Prompt"] [len] [flags]

Definiert eine Variable zur Nutzung innerhalb des Skripts. Maximal 20 Variablen 
drfen in jedem Skript definiert werden. name ist der Name der Variable; dieser darf
keine Leerzeichen enthalten, Gro- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden 
(var1 und VAR1 bezeichnen also die selbe Variable). Alle dem Namen folgenden Para-
meter sind optional. Ein Parameter kann nur weggelassen werden, wenn alle 
folgenden Parameter dieses Kommandos auch nicht bentigt werden (und damit auch
weggelassen werden knnen). Sie drfen keinen Parameter inmitten der Parameterliste
auslassen, wenn darauf folgende Parameter bentigt werden.
"Default" ist eine Zeichenkette, die als Standard-Wert fr die Variable verwendet
werden soll: Wenn diese Zeichenkette Leerzeichen oder spezielle Zeichen (siehe
Zeichenketten-Ausdrcke weiter oben) enthlt, mu diese in Anfhrungszeichen ge-
schrieben werden. Wenn dieser Parameter weggelassen wird, ist der Standard-Wert eine
leere Zeichenkette. "prompt" ist der Text, den Pegasus Mail neben das Eingabefeld
im Variablen-Eingabedialog plaziert. Wenn dieser Parameter weggelassen wird oder
leere Zeichenkette enthlt (Lnge Null), fragt Pegasus Mail den Wert der Variable 
nicht ab. "len" ist eine Integer-Zahl, welche die maximal erlaubte Lnge dieser 
Variable festlegt. Wenn dieser Parameter weggelassen wird, gibt es keine 
Beschrnkung. "flags" definiert das Format und den Typ der Variable. Folgende Werte
fr die Flags sind verfgbar:

   multiline       Erzeugt eine mehrzeilige Variable
   address         Erzeugt eine Variable fr eine Email-Adresse
   filename        Erzeugt eine Variable fr einen Dateinamen
   password        Erzeugt eine Variable fr ein Pawort
   list            Erzeugt eine Liste - Details siehe weiter unten
   uppercase       Legt fest, da die Variable in Grobuchstaben stehen mu

Nur "uppercase" darf mit anderen Werten verwendet werden.

 
Erzeugen von LIST Variablen

Wenn Sie die LIST Option in einem STRING Kommando verwenden, erzeugen Sie eine 
Variable mit mglichen Werten, aus denen der Anwender auswhlen kann. LIST Variablen
erfordern die Angabe eines Standard-Wertes fr die Variable, der eine Liste von
mglichen Werten fr die Variable darstellt. Das erste Zeichen des Standard-Wertes 
sollte das Zeichen sein, mit dem die einzelnen Werte in der Liste voneinander
getrennt sind, gefolgt von den Werten, getrennt durch das Zeichen.

Beispiel: Sie wollen dem Benutzer die Auswahl zwischen "Rot", "Grn" und "Blau" 
gestatten: Ihr Zeichenkettenausdruck wrde wie folgt aussehen:

   string v1 ";Rot;Grn;Blau" "Whlen Sie eine Farbe" 0 list

 
# set <field> = <"Wert">
oder set variable <variable_name> = <"Wert">

Die erste Form dieses Kommandos setzt ein Feld innerhalb einer Nachricht auf den
angegebenen Wert. field kann die folgenden Werte haben:

   to
   cc
   bcc
   reply-to
   subject 
   identity      (String Parameter)

   urgent
   confirm-reading
   confirm-delivery
   copyself
   volatile
   mime          (Entweder ein "Y" oder ein "N" als Parameter)
   
   header        (Ein vollstndig formatierter Email Kopf (Header) mit Schlsselwort)
   encrypted     ("encryptor_name", "password", "flags" - siehe weiter unten
                  fr Details).


Wenn Sie eine Vorlagen-Nachricht verschlsseln, verwenden Sie den Parameter 
"encrypted" fr das Kommando set. "encryptor" ist der Name des Verschlsselungs-
modules, welches verwendet werden soll. Wenn Sie das in Pegasus Mail eingebaute 
Modul verwenden wollen, verwenden Sie "builtin" als Name. "password" ist das Pawort
fr die Nachricht - dieses kann bis zu 96 Zeichen lang sein. "flags" steuert den Typ
der Verschlsselung; um eine Nachricht zu verschlsseln, setzen Sie den Wert auf 1;
um eine digitale Unterschrift (Signatur) hinzuzufgen, setzen Sie den Wert auf 4; 
um beide Operationen durchzufhren, setzen Sie den Wert auf 5.

Der Parameter "volatile" weist Pegasus Mail an, die Nachricht direkt in die 
endgltige Form zu bringen, wenn Sie die Nachricht mit den eingebauten SMTP-
Transportmechanismen versenden. Sie mssen diesen Parameter auf "Y" setzen, wenn Sie
Dateien anhngen, die nach der Versendung gelscht werden.

Die zweite Form des Kommandos "set" setzt den Wert einer definierten Variable.

Beide Formen untersttzen alle Kommando-Substitutionen fr den Werte-Parameter.
Um den Wert einer Variable in eine andere Variable zu kopieren, verwenden Sie den 
Ausdruck mit der Kommando-Substitution ~v wie folgt:

   set variable v1 = "~vv2~"

 
# insert <"string">

Schreibt Daten in den erzeugten Nachrichtentext. string kann beliebige Kommando-
Substitutionen enthalten: Wenn Sie den Parameter ~z (Zeilenumbruch) nicht angeben,
fgt das nchste INSERT-Kommando Daten in die gleiche Zeile des Nachrichtentextes 
ein. Ein einzelnes INSERT-Kommando darf nicht mehr als 1024 Zeichen in den 
Nachrichtentext einfgen.

 
# include <filename> [count] [flags]
oder include message [count] [flags]

Fgt entweder eine Textdatei ein oder den Text der Nachricht ein, auf die geantwortet 
wurde. Der Text der Datei oder Nachricht wird unverndert in den Nachrichtentext 
bernommen - Kommandozeilen-Substitutionen werden bei den eingefgten Daten nicht 
ausgefhrt. Der Parameter filename darf beliebige gltige Kommandozeilen-
Substitutionen enthalten. Wenn "count" vorhanden oder ungleich Null ist, werden nur
genau diese Anzahl Zeilen der eingefgten Datei oder des Nachrichtentextes gelesen.
Das Schlsselwort "flags" kann eine Kombination der folgenden Werte sein:

   quoted     "Auskommentieren" (zitieren) des eingefgten Textes mittels "> "
   noheaders  Wenn die Datei eine Nachricht ist, werden RFC822-Header weggelassen
   keyheaders Wenn die Datei eine Nachricht ist, werden nur als "significant" 
              bezeichnete Header (Kopfzeilen) eingefgt
   nobody     Wenn die Datei eine Nachricht ist, wird der Nachrichtentext weggelassen
   message    Nur gltig fr Dateien: Die Datei ist eine RFC822 Nachricht

 
# attach <filename> [type] [encoding] ["Desc"]

Hngt eine Datei an die erzeugte Nachricht an. Nur "filename" ist ein Pflicht-
Parameter (er mu unbedingt angegeben werden) - die anderen Parameter knnen 
weggelassen werden und haben sinnvolle Standardwerte. Jede gltige Kommando-
Substitution kann innerhalb des Dateinamens verwendet werden. Wenn der Dateiname
Leerzeichen enthlt, mu er in Anfhrungszeichen gesetzt werden. "type" ist eine
beliebige Zeichenkette, die den Dateityp beschreibt - zum Beispiel "RTF_FILE".
Es darf keine Leerzeichen enthalten und ist nicht auf die in Pegasus Mail vorhandene
Liste beschrnkt. "encoding" ist ein Integer-Wert, der festlegt, wie die Datei fr
die bertragung kodiert werden soll; die folgenden Werte sind definiert -
0 (Pegasus Mail entscheidet), 1 (Keine Kodierung - sehr gefhrlich), 2 (ASCII Text),
3 (UU-enkodiert), 4 (BinHex 4.0 kodiert), 5 (Basic MIME kodiert). Sie sollten diesen
Wert immer auf Null setzen (alle anderen Werte erfordern genaues Wissen!).
"desc" ist eine textuale Beschreibung der Datei; es darf beliebigen Text enthalten,
einschlielich Leerzeichen und wird nach 63 Zeichen abgeschnitten.

 
# picture <flags> <filename>

Fgt ein Bild an den Anfang des Variablen-Eingabedialogs ein. Das Bild wird durch 
den Parameter filename spezifiziert und ist eine BMP (Windows Bitmap) Datei mit
16 oder 256 Farben: Wenn Sie Windows mit 256 Farben oder weniger verwenden, 
empfehlen wir dringend die Verwendung von Bitmap-Dateien mit 16 Farben. In der 
16 Bit Version von Pegasus Mail darf die Datei nicht grer als 60.000 Bytes sein.
Sie knnen jede gltige Kommando-Substitution kann innerhalb des Dateinamens 
verwenden. Das Bild wird horizontal zentriert und die Gre des Dialoges wird 
entsprechend der Bildgre angepat. Genau ein Bild darf dem Dialog hinzugefgt
werden.

flags ist fr die zuknftigen Verwendung zur Steuerung der Formatierung reserviert.
Zur Zeit ist es unbenutzt, mu angegeben werden und sollte auf Null gesetzt werden.

Beachten Sie: Wenn der Dateiname Leerzeichen oder spezielle Zeichen enthlt, mu er
in Anfhrungszeichen eingeschlossen werden.

 
# text <flags> <"string">

Fgt eine Zeile beschreibenden Text in den Dialog fr die Eingabe von Skript-
Variablen ein. Die Textzeile wird zwischen das evtl. mit dem Kommando PICTURE 
definierten Bildes und den Variablen-Eingabefeldern eingefgt. Sie knnen bis zu
10 Zeilen beschreibenden Text einfgen und jede Zeile darf gltige Kommando-
Substitutionen enthalten. Der Parameter "flags" ist fr zuknftige Nutzung 
reserviert und sollte zur Zeit auf Null gesetzt werden.

Um eine leere Zeile zwischen Gruppen von Zeilen einzufgen, verwenden Sie ein
text-Statement mit einer leeren Zeichenkette: text "".

 
# extract address <var1> <var2>
oder extract text <var1> <var2>
oder extract user <var1> <var2>
oder extract domain <var1> <var2>

Extrahiert eine Komponente einer Email-Adresse. "var1" zeigt auf die Variable, die
die zu manipulierende Email-Adresse enthlt. "var2" ist die Variable, in der das 
Ergebnis gespeichert wird - es kann die gleiche Variable sein wie "var1".

   extract address    liefert die minimale Form der Email Adresse
   extract text       liefert den Namen von der Adresse
   extract user       liefert den einfachen Benutzernamen der Email-Adresse
   extract domain     liefert den Domain-Teil der Email-Adresse

 
# lookup "string" <var1> <var2> <var3>

Versucht die Zeichenkette "string" in der Listenvariable "var1" zu lokalisieren;
wenn sie gefunden wurde, wird die Position gespeichert und der Eintrag an der
selben Stell in Listenvariable "var2" in die Variable "var3" gespeichert. Nhere 
Details zu Listenvariablen finden Sie in der Beschreibung des Kommandos "set" weiter
oben. Es drfen nur Listenvariablen fr "var1" und "var2" verwendet werden. Wenn 
"string" nicht in "var1" gefunden werden kann, wird Variable "var3" nicht verndert.

Beispiel: Listenvariable "v1" enthlt "Montag", "Dienstag" und "Mittwoch"
Listenvariable "v2" enthlt "Geffnet", "Geschlossen" und "Geffnet"

Das Kommando

   lookup "Dienstag" v1 v2 v3

setzt den Wert der Variablen "v3" auf "Geschlossen".

Eine bliche Form dieses Kommandos verwendet den aktuellen Wert der Variable "var1"
als den Zeichenkettenparameter mit der Kommando-Substitution "~vvar1~".


# chain "filename"

Fhrt eine weitere Vorlage aus, wenn die aktuelle Vorlage beendet wurde. "filename"
sollte ein gltiger Pfad zu einer gltigen Vorlagen-Datei sein und darf Kommando-
Substitutionen enthalten. Nur ein CHAIN-Kommando darf pro Vorlage verwendet werden.
Wenn die aktuelle Vorlage durch den Anwender abgebrochen wurde, wird das Kommando 
CHAIN nicht ausgefhrt.
